Menschen für Leibbrand – Andreas Vesel

Auch geplatzte Träume können zum Ziel führen: Andreas Vesel ist kein Mensch, der sich leicht abschrecken lässt, wenn eine Herausforderung ansteht. Schon als Jugendlicher hat er einen klaren Plan von seiner beruflichen Zukunft.

Ein Berufsleben als Koch ist sein großer Traum. Dabei kann man nicht sagen, er wüsste nicht worauf er sich einlässt. Praktika gewähren Einblicke ins harte Geschäft in der Gastroküche und so bewirbt er sich bei einem renommierten Betrieb am Bodensee.

Er bekommt den Ausbildungsplatz und zieht mit allen guten Vorsätzen und viel Elan an den Bodensee. Doch wie es mit Träumen manchmal ist, sie zerplatzen schneller als einem lieb ist. Nach 14 Tagen ist er wieder in Schorndorf. »Ich gehe also aufs Arbeitsamt und sage: was haben Sie im Angebot?«

Jetzt geht es nicht mehr um Träume, sondern um Tatsachen. Er bekommt einen Ausbildungsplatz zum Maler und Lackierer. Also los: ohne Zeit für Sentimentalitäten nimmt er die neue Aufgabe an. »Der Lehrbetrieb ist klein und alle müssen ran. Dabei hatte ich zuvor nie Lust meiner Mutter beim Streichen der Wohnung zu helfen.« Die Lehre meistert er mit Bravour und arbeitet noch einige Zeit im Betrieb.

Andreas Vesel muss aber schnell erkennen, dass hier kein Weiterkommen möglich ist und kündigt.

An einem Samstag sieht er Frank Krämer in einem Café. Er erkennt ihn als Inhaber der Firma Leibbrand und stellt sich spontan bei ihm als arbeitssuchend vor.

Bei einem Gespräch wenige Tage später werden sich beide einig. Andreas Vesel kommt zu Leibbrand. Hier ist er schnell für größere Projekte zuständig. Er leitet ein Team und koordiniert Baustellen. 2014 wird er Abteilungsleiter, die Aufgaben werden vielfältiger.

Mit dem Wechsel zu Betec kommen neue Herausforderungen auf ihn zu. »Büroarbeit war bis dahin nicht meine Stärke.« Aber er schafft auch das.

Mit seiner Philosophie, stets das Beste zu geben, aber mit dem Wissen nie 100% erreichen zu können, motiviert er sich und sein Team.

Dieser Ansatz ist durchaus clever. Denn wer 100% erreicht muss sich fragen: Was kommt jetzt? Diese Frage stellt sich Andreas Vesel nicht. Was auch kommt, er macht das Beste daraus.




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