Menschen für Leibbrand – Frank Geppert

Textilfacharbeiter ist ein hochangesehener und gefragter Beruf – zumindest solange es die DDR noch gab.

Auch Frank Geppert ist ein ausgebildeter Textilfacharbeiter und bei einem VEB in Lohn und Brot. Hier werden hochwertige gestrickte Textilien für die Sowjetarmee und für viele Handelsmarken in Westdeutschland produziert. „Noch heute sehe ich Menschen in Pullovern, deren Muster wir bis zur Wende produziert haben.“ merkt Frank Geppert an.

Mit der Einführung der D-Mark auch im Osten Deutschlands war allerdings schlagartig Schluss mit nahezu allen Textilbetrieben in der ehemaligen DDR. In D-Mark wollte kein Kunde bezahlen. Wie tausende anderer Menschen stand auch Frank Geppert vor einer Zäsur. Von 100 Mark Begrüßungsgeld lässt sich keine junge Familie lange ernähren. Für ihn stand sofort fest: Auf Arbeit zu warten kommt nicht in Frage. Woher sollen auch tausende neue Jobs in Rekordzeit kommen?

Offen für Neues, kommt ihm der Zufall zu Hilfe. Durch einen privaten Kontakt lernt Frank Geppert an einem Wochenende den Projektleiter von Betec, Jürgen Rössler, kennen. Am kommenden Montag sitzt er Frank Krämer gegenüber und hört sich an, welche beruflichen Möglichkeiten es bei Leibbrand gibt.

Noch einmal lernt er von der Pike auf einen neuen Beruf. Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, lässt er keinen Zweifel aufkommen, dass seine ganze Leidenschaft dem Beruf des Malers gilt. In der Zwischenzeit hat sich Frank Geppert zu einem Spezialisten für Denkmalsanierungen weitergebildet. „Das sind einfach die spannendsten Projekte. Die Zusammenarbeit mit den Kunden ist intensiver als am Neubau und oft müssen individuelle Lösungen entwickelt werden.

Arbeit nach Schema F gibt es nicht!“ Besonders wichtig ist für Frank Geppert die Kundenzufriedenheit. „Ich möchte jedem Bauherren auch nach Jahren ohne gemischte Gefühle begegnen können.“ Bis jetzt hat es geklappt und für die Zukunft ist nichts anderes zu erwarten.




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